Kitsch:Brockhaus gives:
Das erst seit der 2. Hälfte des 19. Jh.s bezeugte dt. Wort für »Schund; Geschmacklosigkeit« gehört wahrscheinlich zu dem nur mdal. Verb kitschen »streichen, schmieren; zusammenscharren; entlangstreichen, rutschen, flitzen«, das wohl lautnachahmender Herkunft ist. Beachte zur Begriffsbildung z. B. schwed. smörja »Kitsch, Schund« zu smörja »schmieren« und skräp »Kitsch, Schund« zu skrapa »scharren«.
Quelle: Duden - Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache, 3. Auflage. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag 2006.
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Kitsch, um 1870 in Münchener Künstlerkreisen entstandener Begriff (Wortherkunft nicht geklärt), der ursprünglich billig hergestellten Kunstersatz bezeichnete; heute dient der Begriff zur Umschreibung von Produkten aus allen Bereichen der Darstellung (Bild, Text, Musik), die (im Unterschied zum Kunstgewerblichen, zur Unterhaltungsliteratur, -musik) »höhere Werte« vortäuschen und so als etwas »Schönes« erscheinen. Die Grenze zwischen Kitsch und Kunst ist nicht immer deutlich, wobei Kunst u. a. auch durch die Art und Weise der Rezeption verkitscht werden kann.I won't bother with a translation since you indicated that German sources were okay.
Sekundärliteratur:
Kitsch. Faszination u. Herausforderung des Banalen u. Trivialen , hg. v. W. Braungart (2002).
Quelle: Der Brockhaus: in 15 Bänden. Permanent aktualisierte Online-Auflage. Leipzig, Mannheim: F.A. Brockhaus 2002-2007.
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2. Hälfte 19. Jh. aus München vordringend; vom Zw. kitschen Schlamm zusammenkratzen, wohl SchW.
posted by ikahime at 10:29 AM on July 12, 2007